Ozon-Therapie

Ozon ist uns heute als ein aggressives Gas ein Begriff. Das dieses Gas in der Medizin eingesetzt wird, verunsichert viele Patienten. Dazu ist wichtig zu wissen. Wird Ozon aus normaler Luft, die ca. 80% Stickstoff enthält, unter Aufwand von Energie hergestellt, entstehen zwangsläufig Stickstoffverbindungen, wie salpetrige Säuren, Salpetersäure, Stickstoffpentoxyd. Diese Stoffe wirken ätzend und - v. a. Stickstoffpentoxyd - toxisch auf den menschlichen Organismus.
Aufgrund Reaktionsfreudigkeit des Ozons wird zu Therapiezwecken Ozon nur aus reinem medizinischen Sauerstoff hergestellt.

Der Sauerstoff, der dem menschlichen Körper normalerweise in der Atemluft zur Verfügung steht, besteht aus zwei Atomen Sauerstoff. Im Ozon liegt der Sauerstoff in einer besonders aktiven Form vor, mit 3 Atomen Sauerstoff. Wo der menschliche Körper nicht mehr von sich aus in der Lage ist, das Gewebe mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff zu versorgen, wie z. B. beim sogenannten "Raucherbein" oder dem Herzinfarkt, ist der Einsatz des Ozons oft von entscheidender Bedeutung. Ozon gibt sofort ein Sauerstoff-Atom ab in Form des hochaktiven "Sauerstoff in statu nascendi". Dieser kann direkt an die roten Blutkörperchen als Träger des Sauerstoffs abgegeben werden. Somit wird durch die Ozongabe der Sauerstoff auch die Körperzellen erreichen, die zur Zeit durch Krankheit nicht erreicht werden können, wie z. B. beim oben genannten arteriell durchblutungsgestörten Patienten.

Wie wirkt Ozon?

In der Medizin werden verschiedene Eigenschaften des Ozons sinnvoll eingesetzt:
bakterizide Wirkung:es vernichtet Bakterien, dadurch z. B. Reinigung von schmierig-eiternden Wunden, Furunkeln etc.
viruzide Wirkunges vernichtet Viren, daher der hocheffektive Einsatz bei viralen Infekten, wie etwa auch bei der Hepatitis, oder beim Herpes Zoster/simplex
fungizide Wirkunges vernichtet Pilze, daher die positive Wirkung bei therapieresistenten Pilzinfektionen verschiedenster Lokalisation
granulationsfördernde Wirkunges heilt das Gewebe, trägt zur schnelleren Wundheilung bei
durchblutungsfördernde Wirkungdaher der Einsatz bei Durchblutungsstörungen des Hirns, des Herzens, der Peripherie (Arme, Beine)
senkende bzw. normalisierende Wirkungauf verschiedene Blutinhaltsstoffe, z. B.
Fette (Arteriosklerose)
Harnsäure (Gicht)
Blutzucker (Diabetes mellitus)
Kreatinin (Nierenerkrankungen)
entgiftende Wirkungauf Leber und Nieren
schmerzlindernddaher in der Rheumatherapie sowie Krebstherapie ganz wichtig.
Wann sollte von der Ozontherapie Abstand genommen werden?

Als Kontraindikation sind anzusehen:
  • Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion
  • Bluter
  • marcumarisierte Patienten sollten mit mir vorher Rücksprache halten.
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